Medizinisches Glossar


Arthrose

Die Arthrose ist die Schädigung eines Gelenkes durch Verlust des die Gelenkenden bedeckenden Knorpels (Verschleisserscheinungen).
Die Gelenkenden werden rauh und reiben beim Bewegen des Gelenkes aneinander.
Dadurch kommt es zu Schmerzen, gelegentlich auch zu einer Entzündung
(die sogenannte "aktivierte" Arthrose).
Häufige Ursache sind Überlastungen (z.B. Übergewicht), aber auch erbliche Faktoren spielen eine Rolle.

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Epicondylitis

Die Epicondylen sind Ansatzpunkte von Sehnen am Oberarmknochen.
Durch mechanische Überbeanspruchung der Sehnen kann es hier zu schmerzhaften Reizungen kommen.
Die bekannteste Form einer Epicondylitis ist der Tennisellenbogen, der durch eine Überbeanspruchung der Fingerstreck Muskulatur und -Sehnen entsteht.
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Lumbalgie

Die Lumbalgie ist der Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule. Rückenschmerzen können unterschiedliche Ursachen haben.
Sie können die Folgen von Muskelschwäche und einer dadurch bedingten Körperfehlhaltung sein, manchmal entstehen sie auch durch einen Bandscheibenschaden. Weitere Ursache sind Entzündungen des Knochens oder der zwischen den Wirbelkörpern befindlichen Gelenke.
Man muss auch daran denken, dass innere Erkrankungen, z.B. der Bauchspeicheldrüse, der Prostata oder der inneren weiblichen Geschlechtsorgane hinter dem Symptom Rückenschmerz versteckt sein können.

Multiple Sklerose

Die Multiple Sklerose ist als entzündlichund degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems und die zweithäufigste neurologische Erkrankung jüngerer Erwachsener.

Die Krankheit zeichnet sich durch zwei wesentliche Merkmale aus. Zum einen treten im Gehirn sowie im Rückenmark verstreut Entzündungen auf. Durch diese Entwicklungen kommt es im Krankheitsverlauf zu einer verminderten Leitfähigkeit der Nervenbahnen, wodurch die typischen Symptome wie Kribbeln, Spastiken, Lähmung, schnelle Ermüdbarkeit, sowie Sehstörungen ausgelöst werden.

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CranioSacral Therapie

Das CranioSacrale System besteht aus den Membranen und der cerebrospinalen Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umgeben und schützen.
Es erstreckt sich von den Knochen des Schädels, Gesichts und des Mundes - den cranialen Anteil, bis zu den Knochen des Beckens - den sacralen Anteil.
Dieses wichtige System beeinflusst die Entwicklung und Funktionstüchtigkeit des Gehirns und des Rückenmarks.

Wenn ein Spannungsungleichgewicht innerhalb dieses Systems entsteht, kann dieses zu einer Vielfalt von sensorischen, motorischen und anderen neurologischen Symptomen führen.
Diese Probleme können einhergehen mit chronischen Schmerzen, Sehstörungen, koordinative Veränderungen, Lernschwierigkeiten und anderen Beschwerden.

Durch die von Dr. John E. Upledger entwickelte CranioSacrale Therapie werden manuell die natürlichen Heilungsmechanismen des Körpers stimuliert, um somit das funktionelle Vermögen des zentralen Nervensystems zu steigern und die negativen Auswirkungen von Stress entschwinden zu lassen, den Widerstand gegen die Krankheit zu steigern und die Gesundheit zu unterstützen.

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Lymphödem

In Neun Zehntel aller Fälle sind Frauen betroffen.
Charakteristisch:
  • säulenartige Deformationen im Bereich des Sprunggelenkes und Unterschenkels
  • häufiges Verwischen der Konturen in der Knöchelregion
  • die natürlichen Hautfalten über dem Grundgelenk der Zehen, dem Sprunggelenk, der Kniekehle und der Leiste sind vertieft.
  • häufig sind begleitende Pilzerkrankungen zwischen den Zehen
  • die Hautfalten am Fußrücken lassen sich infolge bindegewebsartiger Verdickung nur schwer abheben.
Erkennung:
  • mit dem Daumen etwa 10 Sekunden lang das betroffene geschwollene Gewebe einzudrücken. Verschwindet die so entstandene Delle nicht sofort nach Absetzen des Druckes, so deutet dies auf ein Ödem hin (Stemmer´sches Zeichen).

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Ischialgie

Hierbei handelt es sich um einen anfallsweise auftretenden Schmerz (im Ausbreitungsgebiet des Ischiasnerv),der von der Hüfte das Bein hinab bis hinunter zum Fuß zieht.
Ursachen:
  • Reizung der Nervenwurzel - häufig infolge eines Bandscheibenvorfalls oder einer Geschwulst des Rückenmarks - hervorgerufen.
  • Verletzungen, Knochenbrüche, Wirbelsäulen- oder Hüftgelenkerkrankungen
  • Nervenbeteiligungen bei verschiedenen Infektionskrankheiten
Symptome:
  • Schmerzen entlang des Nervenverlaufs,von der Hüfte bis hinunter zum Fuß, können auch in den unteren Rückenbereich und auf das Gesäß ausstrahlen.
  • oft Verstärkung durch husten oder niesen
  • Wirbelsäule ist nicht selten druckempfindlich und die umgebende Muskulatur schmerzhaft verspannt
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Schlaganfall

Der Schlaganfall bezeichnet einen neurologischen Notfall, bei dem es aus unterschiedlichen Ursachen zu einem plötzlichen („schlagartigen“) Funktionsverlust von Teilen des Gehirns kommt.

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Ödem

Anschwellung im Unterhautzellgewebe durch Wasseransammlung.
Ursachen:
  • meist Herzschwäche (Herzinsuffizienz), bei der es infolge verminderter Pumpleistung des Herzens zu einem Blutrückstau und durch den erhöhten Druck zu einem Wasserübertritt ins Gewebe kommt. Hiervon sind vor allem die Füße bis über die Knöchel hinauf betroffen. Bei Linksherzinsuffizienz kommt es zum Lungenödem.
  • hormonelle Umstellungen in der Schwangerschaft und vor der Menstruation, Cushing-Syndrom, Einnahme von Corticosteroiden, Nierenerkrankungen.
  • bei Störungen des Lymphabflusses entsteht ein Lymphödem


Viscerale Manipulation (VM)

Unsere inneren Organe sind gegeneinander beweglich und haben eine Eigenbewegung. Bei einem optimalen Gesundheitszustand besteht eine durchgehende Bewegung zwischen allen inneren Organen. Ist diese Beweglichkeit eingeschränkt, wird die Durchblutung der betroffenen Gewebe vermindert. Dieses führt zu chronischen Reizungen, Entzündungen, Schmerzen, nicht unbedingt in dieser Region, sondern auch in einem anderen Körperteil, de z. B. über Faszien mit diesem Gebiet in einem funktionellen Zusammenhang steht. Der Therapeut behandelt mit manuellen Techniken die verkürzten, verklebten oder verblockten "Aufhängungen" der inneren Organe, um die Organfunktionen und das funktionelle "Gleichgewicht" wiederherzustellen.
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